IDkonkret

Eine Innendämmung wird vielfach mit Bauschäden in Verbindung gebracht. Ursache von Bauschäden ist aber nicht die Dämmaßnahme an sich, sondern eine unsachgemäße Planung, Ausführung oder „falsche“ Nutzung. Der Einbau von Innendämmungen ist als nachträgliche Verbesserung des Wärmeschutzes grundsätzlich nur dann vorzusehen, wenn die Möglichkeit der Anordnung von außen liegenden Wärmedämmschichten ausscheidet. Zum Beispiel bei historischen Gebäuden, die keine bauliche Veränderung der Fassadenansicht erlauben, ist die Innendämmung oft die einzige Möglichkeit zur Reduzierung der Transmissionswärmeverluste. Entscheidende energetische Vorteile bietet die Innendämmung im Neubau für Räume und Raumeinheiten, die nur sporadisch genutzt und beheizt werden, wie Versammlungsräume oder Festsäle, Wochenendhäuser oder Ferienwohnungen.

Ziel des Projektes ist es, die Anwendung der Innendämmung durch Ausräumen von Vorbehalten zu verstärken. Bauherren, Planern und Anwendern werden klare und einheitliche Arbeitsgrundlagen durch eine Systembewertung, durch zur Verfügungstellung erforderlicher Materialkennwerte für die Bemessung, durch Einführung spezifischer Qualifizierungen, durch Schaffung eines Monitoringkonzeptes und langfristig durch die entstehende Beratungsstelle „Innendämmung“ angeboten. Mit der entstehenden Doppelklimakammer zur Prüfung, Optimierung und Entwicklung von Innendämmsystemen wird gewährleistet, dass ständig innovative Ideen im Netzwerk einer Lösung zugeführt werden.

Der Mehrwert nach Abschluss des Projekts ist durch die steigende Innovationsleistung der Beteiligten sehr gut nachvollziehbar. Die Zunehmende Nachfrage nach Innendämmungen und deren ordnungsgemäße Anwendung zeigt bereits jetzt, dass die entsprechende Umsetzung wesentlich forciert werden muss. Die entstehende Beratungsstelle wird in Österreich der Ansprechpartner in dem Zukunftsmarkt Innendämmung für den Wärmeschutz im Neubau und die thermische Sanierung im Bestand sein.

Forschungsprojekt

IDkonkret – Ganzheitliche Umsetzung des vorhandenen Wissens über Innendämmsysteme in die Praxis und deren gezielte Optimierung

COIN-Programmlinie
“Kooperation und Netzwerke”
Coin

Konsortialführer
Technische Universität Wien (TU-Wien)
Institut für Architektur und Entwerfen: E253
Ass.Prof. DI Dr.techn. Karin Stieldorf
TULogo

Fördergeber

Dieses Projekt wird aus Eigenmitteln der Konsortialpartner sowie aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und des Bundesministeriums für Wirtschaft Familie und Jugend (BMWFJ) im Rahmen des Förderprogramms COIN finanziert und gefördert. Die antragstechnische Betreuung und Förderungsabwicklung des Forschungsprojektes erfolgte durch die Forschungsförderungsgesellschaft FFG.
ffg bmwfibmfit